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15. November im Gemüsevorgarten

In zwei Tagen ist Weihnachten und sicherlich freust du dich schon auf die gemütlichen Abende bei Kerzenschein. Heute bin ich ebenfalls restlos entspannt, aber Mitte November sah das noch ganz anders aus…

Der erste Schnee zog über meinen Gemüsevorgarten hinweg und hat alles mit einer eiskalten weißen Schicht überdeckt. Das war seit Jahren der erste Schnee im November! Normalerweise haben wir uns freuen können, wenn im sich im Februar mal ein Flöckchen blicken lässt. Mit diesem Wintereinbruch hatte wohl keiner gerechnet. Erst recht meine Radieschen nicht!

Radieschen Mitte November?

„Ich habe die Radieschen vergessen!“ Unglaublich aber war… meine im Sommer gesäten Radieschen wuchsen klamm heimlich vor sich hin. Ich habe mich um ehrlich zu sein auf die anderen Gemüse viel mehr gefreut als auf den nächsten Satz Radieschen. So sind sie mir offensichtlich durchgerutscht. Im Beet hinter dem Wirsing stehen nun Mitte November noch drei Reihen riesiger Monster-Radieschen, die mit einem ausgewachsenen Rettich mithalten können. Besonders die „Eiszapfen“ haben Ausmaße angenommen, von denen ich nie gedacht hätte, dass das möglich sei. Leider waren sie nicht mehr genießbar. So große Exemplare verholzen und sind geschmacklich nicht mehr der Bringer. Erst recht nach dem ersten Frost jetzt haben sie beachtlich an Attraktivität verloren. Nun sind sie matschig und nicht mal mehr zu Dekozwecken im Beet zu gebrauchen. Also raus damit, sobald es abtaut. Zumindest freut sich mein Kompost über zwei volle Schubkarren frische Biomasse.

Im selben Zug habe ich ebenfalls den Mangold entsorgt. Auch der ist nicht für so kalte Temperaturen gemacht und wird bei Minusgraden matschig.

Dieses Gemüse übersteht den Frost

Gemüse, das den Kälteeinbruch unbeschadet überstanden hat, ziert mit einer frostigen Haube jeden Gemüsegarten. So ist überfrorener Wirsing oder Weißkohl ein absoluter Hingucker und aus der richtigen Perspektive fotografiert ein beliebter Bildschirmhintergrund. Auch der Porree lässt sich vom Frost nicht die Laune verderben und steht im Beet, als sein nichts weiter los. Die Gemüse, die ich gestern aufgelistet habe, trotzen dem Frost ebenso.
Weniger begeistert sind dagegen Paprika, Tomaten oder Süßkartoffeln. Die Geschichte zur Süßkartoffel erzählte ich ja bereits. Glücklicherweise habe ich sie ein paar Tage vor den kalten Temperaturen rein geholt. Weniger Glück hatten die letzten Paprikas. In der Hoffnung, dass die eine oder andere Frucht noch ausreift habe ich die letzten draußen gelassen. Nun, nach diesem Temperatursturz waren sie nicht mehr zu retten. Unreife Paprikas reifen leider nicht mehr nach, wenn sie einmal gepflückt sind. Aber auch unreife, grüne Früchte schmecken ja schon. Also nächstes Jahr dann auch die unreifen ernten und verarbeiten.

Obwohl wir bereits jetzt tagelang Frost hatten, geht es meinen Möhren gut. Die Last vom Frost drückt das Möhrengrün zwar hinunter aber sie sehen doch noch ganz saftig aus.
Sie haben die kalten Tage übrigens ganz wunderbar weggesteckt und stehen auch im Dezember noch in alt bekannter Frische im Beet.

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22.12.2022, Janina Haupt

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Kommentare

Eine Antwort zu „15. November im Gemüsevorgarten“

  1. Wow, sehr beeindruckend, wie so manches Gemüse den Winter gut verträgt! Da wusste ich noch viel zu wenig drüber, danke Greendroid!

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