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15. Februar im Gemüsevorgarten

12 Beete in 4 Beetkästen

Sicherlich verfolgst du die Entwicklung meines Gemüsevorgartens bereits seit Anfang an und weißt, dass ich 12 Beete in 4 Beetkästen geplant habe.
Hier siehst du, was genau ich mit den Beetkästen meine. Es sind einfache Einfassungen, die später den Kompost an Ort und Stelle halten.
Die Beetkästen sind 5 Meter mal 2,5 Meter groß und etwa 1,2 Meter auseinander. So habe ich (damals so die Hoffnung) reichlich Platz auch mit einer (leider noch nicht vorhandenen) Schubkarre durch zu kommen. In den folgenden Beiträgen wirst du sehen, dass sich ein Garten leider nicht immer an deine Wünsche und Vorgaben hält und entsprechend die Beetgrenzen gerne mal überschreitet…

Kompostbeete ohne Umgraben

Meine reine Beetfläche liegt bei 12,5m² je Beetkasten, also 50m² insgesamt. Stell dir vor das Frühjahr steht vor der Tür und du musst noch mal eben 50m² Rasen umgraben. Puh!
Es hat aber nicht bloß zeitliche und arbeitssparende Gründe, dass ich meine Beete nicht umgrabe.

Der Boden ist ein besonderer Lebensraum für unzählige kleine und größere Lebewesen. Jedes Lebewesen hat seine eigene Komfortzone, die eher tiefer oder eher oberflächennah ist. Graben wir den Boden um und stopfen dabei beispielsweise den Spatentiefen Bodenaushub verkehrtherum wieder an seinen Platz, steht die Welt des Bodenlebens wortwörtlich Kopf. Der Rasen hat dann zwar keine Chance mehr, aber bis sich die kleinen Wesen im Boden wieder zu ihrer Komfortzone durchgekämpft haben ist ein weiter Weg.

Das Bodenleben ist ein super wichtiger Bestandteil beim Gemüseanbau. Und nur wenn dies gesund und aktiv ist, kann dein Gemüse fleißig wachsen.
Von daher habe ich die Rasenflächen bloß mit einer unbedruckten Schicht Pappe abgedeckt. Sie lässt kein Licht durch und der Rasen verrottet mit der Zeit von selbst. Auch Unkräuter brauchen Licht zum Wachsen, das ihnen mit der Pappschicht verwehrt bleibt, sodass auch sie nicht durchkommen.

Bis meine Kompostlieferung kam habe ich die Pappstreifen mit Hölzern (und was ich so hatte) beschwert.

Für dich kommt bereits Morgen der Kompost in die Beete. Ich musste mich ein paar Tage gedulden.

Also bis Morgen und weiterhin eine blumige Adventszeit!

____________________________
04.12.2022, Janina Haupt

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Kommentare

2 Antworten zu „15. Februar im Gemüsevorgarten“

  1. Sehr interessent, so habe ich das Umgraben noch gar nicht gesehen!
    Aber was sagen denn die vielen kleinen Tierchen zu einer schweren, schwarzen Schicht Kompost und Papier, die plötzlich auf die Köpfchen drückt? Und wie verändert sich der Boden durch den Kompost? Wird der sandige Untergrund durch die nahrreiche Schicht auch angereichert, sodass die Umrandungen (, die ja auch verrotten werden) in ein paar Jahren nicht mehr nötig sind?

    1. Janina Haupt

      Liebe ViMei,
      ich denke die kleinen Tierchen im Boden freuen sich eher über die Ladung Nährstoffe, als dass sie sich an der Schicht stören. Durch den Kompost wird der Boden um einiges fruchtbarer und das Bodenleben wird aktiver. Je mehr organisches Material im Boden ist, desto mehr kann umgesetzt werden und bei diesem Prozess werden für die Pflanzen verwendbare Stoffe frei. Das ist der beste Dünger den es für Pflanzen gibt.
      Ich habe meine Umrandungen als Abgrenzungen zum Weg gebaut und damit der Kompost nicht auf der gesamten Fläche ist, sondern nur dort, wo ich ihn brauche. Aber ja, durch die Wurzeln und das aktive Bodenleben vermischen sich die Schichten. Der Sandboden wird zunehmend fruchtbarer und (leider) wird dadurch die oberste reine Kompostschicht zunehmend mit Sand vermischt. Aber durch regelmäßiges Düngen mit Kompost und Rotteprozesse von Wurzelstöcken, die ich im Boden lasse, reichert sich der Boden auch wieder weiter mit Kompost an.
      Genau das ist das Problem mit Holzumrandungen, dass sie ebenfalls verrotten. In ein paar Jahren muss ich mir da sicherlich eine neue Lösung für suchen…
      Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen ausreichend beantworten.
      Blumige Grüße
      Janina

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