1. September im Gemüsevorgarten

Exotisches Gemüse im heimischen Garten?!
So baust du Melonen und Süßkartoffeln an.
Und meine große Kürbisernte!

Melonen im Gemüsevorgarten

Hab ich eigentlich schon von meinen Melonen erzählt? Oh nein! Denkst du dir sicher, jetzt fängt sie wieder an zu Schwärmen… Ja das würde ich auch glatt und meine Melonen haben tatsächlich super funktioniert. Die Sorte, die ich angebaut habe `Petit Gris de Rennes´ war aber nicht ganz unser Geschmack. Ich bin dann doch eher der Honigmelonentyp. Sie war jedoch super unkompliziert. Kurz vorgezogen, Mitte Mai rausgepflanzt und schwupps drei Monate später reifen süße kleine Melonen im Beet. Herrlich!
Dass Melonen in unseren Breitengraden ausreifen ist den länger und wärmer werdenden Sommern zu verdanken. Besonders das Jahr 2022 war unheimlich warm und sonnenreich. Melonen sind wärmeliebende Pflanzen, die nicht vor Mitte Mai in die Beete sollten. Ich habe sie wie viele andere Gemüse, vorgezogen. So hatten sie einen ordentlichen Wachstumsvorsprung, als wenn ich sie im Mai direkt ins Beet gesät hätte. Danach brauchen sie viel Licht, viel Wärme, viele Nährstoffe und viel Wasser. Meine Kompostbeete waren also auch für diesen kleinen Exoten super geeignet. Melonen sind weitaus unkomplizierter als es scheinen mag. Ich habe mal eine Supermarkthonigmelone im Kübel kultiviert. Das hat auch schon ganz gut funktioniert. Zumindest habe ich eine süße Frucht ziehen können.
Von den Melonen haben wir bereits Ende August ein paar schöne, ausgereifte Früchte ernten können. Die letzten hingen noch ein paar Wochen länger im Beet, reiften aber nur sehr langsam. Nachreifen lassen funktioniert auch nur in Maßen und leider sind die Früchte unvollständig ausgereift einfach nicht so süß.

Süßkartoffeln im Gemüsevorgarten

Süßkartoffeln sind noch nicht lange in der heimischen Selbstversorgerküche bekannt. Erst vor einigen Jahren hat es dieses nachtschattenartige Gewächs in unsere Beete geschafft. Sie haben eine relativ lange Kulturdauer, machen in dieser Zeit aber auch relativ wenig Arbeit. „Relativ wenig“ ist eigentlich auch schon zu viel. Ich habe mich fast gar nicht um sie gekümmert.
Ich habe sie als Versuch kultiviert: Eine Süßkartoffel vom Markt halbiert und in die Erde gestopft und einen Steckling aus der Gärtnerei ebenfalls eingepflanzt. Der Unterschied war gewaltig! Die Markt-Süßkartoffel wuchs so langsam, dass ich mehrfach gewillt war sie einfach wieder rauszunehmen. „Die nimmt mir nur Platz im Beet weg…“ Der Gärtnerei-Steckling hingegen fühlte sich offenbar pudelwohl. In kurzer Zeit hat dieses eine Exemplar fast das gesamte Beet bedeckt. Was war ich neugierig, ob sich da unter der Erde auch wirklich Süßkartoffeln befinden. Ich musste mich ganz schön bremsen nicht mal an einer Stelle ein wenig zu buddeln und nachzusehen.
Mit der Ernte wartet man aber in der Regel, bis sich das Laub gelb färbt. Eigentlich ist das etwa Mitte September der Fall. Aber die Blätter standen noch bis weit in den November saftig grün da. …dann kam der Frost!
Ich nehme an dieser Stelle schon mal vorweg, dass ich glücklicherweise drei Tage vor dem großen Frost das Süßkartoffelbeet abgeräumt habe. Die Süßkartoffeln, die ich ernten konnte haben mir mal wieder die Sprache verschlagen. Eine halbe Schubkarre voll großer, dicker Kartoffeln und das von nur einer Pflanze. Die Markt-Kartoffel hat nur zwei kleine Knollen hervorgebracht. Aber der Steckling aus der Gärtnerei hat sich mächtig ins Zeug gelegt.
Teilweise sind die unterirdischen Triebe sogar unter meiner Beetbegrenzung durch gewachsen, sodass ich meinen Weg aufgraben musste, um an die Kartoffeln zu kommen. Das war besser als Ostereiersuchen, das sage ich dir!

Meine große Kürbisernte!

Meine Kürbispflanzen wurden gigantisch groß. Zwischenzeitig habe ich sogar Triebe weggeschnitten, weil auf meinem Weg kein Durchkommen mehr war. Nun aber, Anfang September, überkam ihn der Mehltau und seine Zeit war vorbei. Insgesamt haben mir meine drei Pflanzen über 25 wunderschöne und riesig große Hokkaido-Kürbisse geschenkt. Die ersten landeten direkt in der Küche, meine Familie hat sich ebenfalls über diverse Prachtexemplare hergemacht und mehr als zwei Hand voll landeten im Vorratskeller. Ich war ja so unheimlich stolz und er schmeckte so gut! Inzwischen habe ich bestimmt 8 Liter Kürbissuppe vorgekocht. Das wird ein schmackhafter Winter!

Weißt du, was einen Gemüsegarten so wunderschön macht? Sicherlich die Ernten, ja, aber da gibt es einiges mehr, was das Auge erfreuen lässt. Bleib dran!

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17.12.2022, Janina Haupt

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