Süßholz

Hallo Ihr Lieben,

die letzten beiden Adventsartikel gingen um herrlich duftende Weihnachtsleckereien und auch zum dritten Advent begeben wir uns in duftende Regionen; zum Lakritz.

Ein unbegründetes Gerücht um diese leckere Süßigkeit beinhaltet, dass zur Herstellung von Lakritz Pferdeblut oder Ochsenblut benötigt wird. Das ist absoluter Unsinn.

Der Hauptbestandteil für Lakritz ist die Wurzel der Pflanze Glycyrrhiza glabra, eher bekannt als Süßholz. Die Inhaltsstoffe der Wurzel werden als Rohlakritz extrahiert, eingedickt und mit weiteren Zutaten vermischt; vorwiegend verschiedene Zucker, Stärke und teilweise auch Weizenmehl. Anschließend findet es Verwendung in Süß- oder Salzlakritz, in alkoholischen oder nicht alkoholischen Getränken; beispielsweise im Lakritzlikör oder in einigen Soßen.

Süßholz ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und wird bis zu 1,5m hoch. Im Spätsommer blüht sie in blau-violett. Da die Pflanze in der Mittelmeerregion und Westasien beheimatet ist, ist sie in unseren Breitengraden sehr frostempfindlich und bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit tiefer, humusreicher und durchlässiger Erde.

Besonders gut zur Jahreszeit passt ein Süßholzwurzel-Tee. Dazu werden die Wurzeln klein geraspelt und wer mag mit weiteren Kräutern verfeinert; beispielsweise mit Kamilleblüten. Etwa sieben Minuten soll der Aufguss mit heißem Wasser ziehen, aber beim Tee hat ja jeder seine eigenen Stärkevorlieben.

Süßholz hat viele, sich auf die Gesundheit auswirkende Eigenschaften. In kleinen Mengen wirkt sie positiv auf die Magenschleimhaut, gegen Erkältungen und einige Quellen besagen sogar, dass sie gegen Herpes ankommt. Zu viel davon ist allerdings auch wieder nicht gut. Die Inhaltsstoffe können sich auf den Hormonhaushalt auswirken, für Bluthochdruck sorgen oder negativ auf die Nieren wirken.

Ein paar Happen Lakritz oder ab und an ein heißer Tee, kann jedoch nicht schaden und versüßt uns so manch trüben Dezembertag.

Bis nächste Woche.

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13.12.2020, Janina Haupt

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