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Staudenpflanzung im Frühling

Der Frühling ist toll, aber irgendwann habe ich einfach genug von den aufdringlichen Frühjahrsblühern. Zwischen den leuchtenden Blüten sehe ich nur leere Erde und frage mich, wann sich endlich die Stauden aus der Erde trauen. Geht es dir genauso?
Mit diesen 5 frühblühenden Pflanzen gelingt dir eine wunderschöne Staudenpflanzung im Frühjahr!
Schluss mit langem Warten. Pflanz dir, was du brauchst!

Welche Pflanzen für eine Staudenpflanzung im Frühling?

Für diese Staudenpflanzung bedienen wir uns dem Pflanzensortiment, das natürlicherweise unter Bäumen am Waldrand wächst. Sie treiben nämlich sehr früh aus, wenn die Bäume über ihnen noch kein Laub ausbilden. So gelangt Sonne an den Waldboden und die kleinen Stauden profitieren von dem zeitlich versetzten Blühen.
Für unsere Staudenpflanzung im Frühjahr suchen wir also solche Pflanzen, die am Waldrand wachsen.
Natürlich brauchen sie in deinem Garten dann einen ähnlichen Standort. Beispielsweise ein West- oder Ostbeet. Die drückende Sommerhitze in einem Südbeet vertragen sie nicht. Du kannst diese Pflanzen aber auch unter einer Pergola oder im Schatten eines großen Baumes pflanzen. Hauptsache zur Mittagszeit liegt die Fläche einigermaßen im Schatten.
So einen Standort nennt man unter Fachleuten „absonniger Gehölzrand“ (auch wenn gar kein Gehölz in der Nähe ist).

Pflanzenkombination „Staudenpflanzung im Frühling“

Ich verwende für diese Kombination Lunaria, Brunnera, Stachys, Hosta und Lupinus. Dieses Quintett harmoniert optimal in Gemeinschaft und zaubert dir bereits ab Ende März erste Blüten ins Beet.
Als erstes blühen Lunaria (Silberblatt) und Brunnera (Vergissmeinnicht) in Lila und Blau-Weiß. Besonders das Blau von Brunnera ist ebenso leuchtstark wie eine knall-gelbe Narzisse. Nur eben Blau statt Gelb.
Währenddessen treibt die Lupine (Lupinus) bereits kräftig aus. Schon die Blätter sind ein Hingucker! Ab Ende Mai öffnen sich hier riesengroße, kerzenförmige Blütenstände, die massenhaft Bienen und Hummeln anlocken.
Hosta (Funkien) verwende ich primär aufgrund der wunderschönen, ganzrandigen, großen Blätter. Sie entfalten sich ebenfalls im zeitigen Frühjahr und kontrastieren mit dem fingerförmigen Laub der Lupinen und dem flauschigen, silbrigen Laub von Stachys (Wollziest).
Stachys ist wintergrün; ziert also ganzjährig das Beet. Es blüht im Sommer und verlängert damit die Blütezeit dieser Pflanzenkombination.

Dynamik im Staudenbeet

Eine Pflanzung ist vielschichtig und in vier Dimensionen zu denken. Neben Wuchshöhe und Wuchsbreite (in zwei Richtungen) ist die zeitliche Variable ein entscheidender Faktor. Eine Pflanzung, die nur zu einer Jahreszeit attraktiv ist, ist in drei Jahreszeiten (also ca. 9 Monate) unattraktiv… das muss nicht sein.
Die Staudenpflanzung im Frühjahr aus Lunaria, Brunnera, Stachys, Hosta und Lupinus bietet ganzjährig Blickpunkte. Darüber hinaus können Lunaria und Lupinus mit den Jahren durch das Beet wandern. Von beiden gibt es einjährige Arten und mehrjährige Zuchtformen. Je nachdem was du möchtest, kannst du die einjährige Lunaria annua oder die mehrjährige Lunaria rediviva verwenden. Die einjährige Lupinie ist Lupinus angustifolius. Mehrjährige Staudenlupinien ist beispielsweise die Lupinus polyphyllus. Einjährige Arten erhalten sich im Beet durch Selbstaussaat. Damit variiert der Ort an dem sie blühen jährlich.

Staudenbeet im Frühjahr – Empfehlungen

Wenn Du schon die eine oder andere Pflanze dieser Pflanzenkombination in deinem Garten hast, hast du bestimmt weitere Beetpartner, die du gut empfehlen kannst. Lass uns gemeinsam weitere Empfehlungen für ein Staudenbeet im Frühjahr sammeln und diese Jahreszeit so richtig zum blühen bringen.
Schreib mir unbedingt in den Kommentaren, welche Pflanzen du kombinierst! Ich freue mich auf deine Empfehlungen.

Grüne Grüße
Janina von Greendroid

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06.04.2024, Janina Haupt

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