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Geschlechter der Blüten

es ist Sommer und überall schlagen die Herzen schneller.
Jeder zeigt was er hat, prahlt mit seinem Können und buhlt um zärtliche Liebhaber oder um ein schnelles Glück.
An jeder Ecke. Zu jeder Zeit.

Keine Sorge: Ich spreche natürlich von Pflanzen!

Über das Liebesleben der zarten Wesen habe ich bereits in „Blümchensex“ berichtet. Komplett jugendfrei versteht sich. Heute widmen wir uns der erstaunlichen Vielfalt der Geschlechter der Blüten. Pflanzen sind nämlich gar nicht so verklemmt wie wir…

Geschlechter der Blüten – Die Singles

Wir Menschen sind eingeschlechtig*. Ein Individuum trägt somit entweder ein weibliches oder ein männliches Geschlechtsorgan. Das ist noch recht einfach und auch bei den Blüten möglich. Dort heißen männliche Organe jedoch Staubblätter und die weiblichen Fruchtblätter. Eine Blüte ist somit eingeschlechtig.

Nun ist es ja so, dass zumeist an einer Pflanze mehrere Blüten wachsen. Obwohl jede Blüte entweder Staub- oder Fruchtblätter trägt, ist es möglich, dass eine weibliche Blüte direkt neben einer männlichen Blüte (an derselben Pflanze) wächst. Diese Pflanze wird als einhäusig bezeichnet. Männchen und Weibchen leben wortwörtlich im selben Haus.

Auch ist möglich, dass eine Pflanzenart entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten trägt. Eine ganze Pflanze ist also weiblich oder männlich. Das ist dann so wie früher, als es noch getrennte Mädchen- und Jungenschulen gab. Solche Pflanzen sind zweihäusig. Bei der Bestäubung der Blüten sind die Pflanzen darauf angewiesen, dass in der Nähe eine passende Bestäuberpflanze wächst. Ohne der Fremdbestäubung wird das mit dem erfolgreichen Liebesspiel nichts …

Geschlechter der Blüten – Die, die lieber abgesichert sind.

Ich würde mal behaupten, dass die Evolution bei der Arterhaltung der Pflanzen den Menschen weit voraus ist. Spätestens beim Thema Selbstbestäubung liegen die Pflanzen weit vorne…

Anders als eben beschrieben, gibt es durchaus eine Vielzahl an Pflanzen, die zweigeschlechtige Blüten ausbilden. Eine sogenannte zwittrige Blüte besteht unter anderem aus Staub- und Fruchtblättern. Männchen und Weibchen sitzen direkt neben einander in ein und derselben Blüte!
Kommt nun ein Bestäuber-Bienchen vorbei, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass durch die Bewegungen der Biene, Pollen der Männchen auf die Fruchtblätter der Weibchen gelangen. Teilweise reicht schon der Wind zur Bestäubung aus…

Bei diesen Blüten führt die Selbstbestäubung oftmals zum Erfolg. Nur wenige Sorten sind trotz zwittriger Blüten selbststeril und auf die Fremdbestäubung angewiesen. Sie müssen sich umso mehr ins Zeug legen, um vom Bestäuber Aufmerksamkeit zu erlangen. Und das Ergebnis dieser Anstrengungen der eingeschlechtigen oder selbststerilen Blüten sind wunderschöne, farbenfrohe und herrlich duftende Blüten, die wir nur zu gerne betrachten und die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

… schämen sollten wir uns!

Den Blümchen scheint unsere Neugierde aber gar nichts auszumachen, schließlich halten sie ihre edelsten Teile direkt vor unsere Nasen. Dass sie dabei ziemlich schamlos sind und nicht einmal vor Bestechung zurückschrecken, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Dass es aber auch schüchterne und zurückhaltende, zarte Pflänzchen gibt und wie diese ihre Art erhalten, habe ich für euch ebenfalls mir Spaß und Humor in diesem Artikel zusammengefasst.

* Ich möchte an dieser Stelle und mit diesem Artikel niemanden diskriminieren, ausschließen oder verletzen. Um mit Witz und Spaß auf die Geschlechter der Blüten einzugehen, beziehe ich mich mit den Vergleichen zum Menschen auf eine Mehrheitssituation.

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22.08.2021, Janina Haupt

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