Gemüseanzucht

Guten Morgen meine Lieben,

wie bereits angekündigt geht es heute um das Vermehren durch Aussaat.
Sicherlich hat der ein oder andere von euch schon einmal eine Paprika- oder Tomatenpflanze angezogen und reichlich geerntet. Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für welche Pflanze?

Typischerweise geht man in einen Bau- oder Gartenmarkt und ergattert das ein oder andere Saatgutpäckchen. Zu Hause angekommen freut man sich auf das Einpflanzen oder ärgert sich, weil der Aussaatzeitpunkt noch weit hin ist bzw. schon überschritten wurde. Man versucht es trotzdem und …

Zum einen kann die Pflanze vergeilen, das heißt sie beschleunigt das Längenwachstum. Dies passiert, wenn die Pflanze zu wenig photosynthetisch-nutzbares Licht abbekommt (der Aussaattermin wurde zu früh gewählt oder sie steht zu dunkel). Die Folge: Die Pflanze wird instabil und knickt um.
Oder es kommt zu einem Kümmerwuchs der Pflanze.

Daher rate ich Euch: Achtet auf die Ansaatzeitpunkte um den Pflanzen ideale Lebensbedingungen zu geben und eine reiche Ernte zu erreichen.

Macht Euch früh genug Gedanken, was ihr demnächst ernten wollt! Am besten jetzt gleich, denn die ersten Samen wollen noch in diesem Monat eingepflanzt werden. Darunter auch Erdbeeren, Paprikas und Karotten.
Schaut dazu gerne in unseren Aussaatkalender:

Aussaatkalender Gemüse

Ich bin sehr gespannt was es bei Euch in diesem Jahr zu ernten gibt! Schreibt uns doch in den Kommentaren 🙂
Bis demnächst.

TIPP:
Obstbaumschnitt, wie, was, warum?

Generell eignet sich der Spätwinter für einen Baumschnitt. Damit genug Licht ins Innere der Baumkrone gelangen kann sollten senkrecht nach oben wachsende Triebe entfernt werden.

Faustregeln sind: Schnitt im Sommer dämpft das Wachstum, Schnitt im Winter regt das Wachstum an.

Wichtig beim Winterschnitt: Nicht unter 5°C schneiden (da sonst die Wundheilung ausbleibt)

  • Steinobst, Kernobst, Beerenobst (mit Ausnahme von Kirsche und Pfirsich): Idealer Schnittzeitpunkt von Januar bis März
  • Pfirsichbäume: Idealer Schnittzeitpunkt von April bis Mai
  • Kirschbäume: Idealer Schnittzeitpunkt nach der Ernte (den blattlosen Baum nicht beschneiden)

____________________________
03.02.2019, Janina Wagner

3 Gedanken zu „Gemüseanzucht

  1. ViMei Antworten

    Wir haben einen Pflaumenbaum übernommen, der leider zu hoch zum Ernten ist. Können wir den jetzt schon radikal kürzen oder lieber das Jahr über Stück für Stück?
    Die langen oberen Triebe von unserem Apfelbaum haben wir dran gelassen, weil dort die meisten Äpfel gewachsen sind 🙂

    • Janina Wagner Autor des BeitragsAntworten

      Liebe ViMei,
      ein radikaler Rückschnitt (Verjüngungsschnitt) ist für einen Pflaumenbaum nicht die ideale Lösung, funktioniert aber wenn es sein muss.
      Allzu radikal solltest du dann trotzdem nicht vorgehen. Fang am besten damit an, alle steil nach oben wachsenden Äste zu entfernen. Achte dabei darauf, dass die Schnittstellen nicht größer sind als der halbe Durchmesser des verbliebenden Aststückes. Kürze auch nicht direkt an der Astbasis, lass vorerst lieber ein paar Zentimeter stehen und schneide diese im nächsten Jahr ab.
      Früchte wachsen bei Pflaumenbäumen in der Regel an zwei- bis dreijährigen Ästen. Lass diese ruhig stehen. Veralterte Äste, die keine Früchte tragen, kannst du bis zur nächsten fruchttragenden Astgabel einkürzen.
      Nimm dir den Rückschnitt auch gerne in mehreren Etappen vor. Ein leichter Schnitt jetzt noch im Winter, ein etwas größerer Schnitt dann im Sommer (Ende Juli bis Anfang August zum Beispiel – Dann ist die Fähigkeit von Gehölzen die Wunden zu verschließen am größten – die Kallusbildung)
      Ein Tipp noch zum Schluss: Überleg dir vorher welche Äste du stehen lassen willst und welche weg können / sollen, damit auch die Form ansehnlich bleibt.

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