Gärtnern macht gesund

20 Minuten Garten wirken positiv auf Körper, Geist und Seele! Gärtnern statt Workout, Gärtnern statt Therapie, Gärtnern für die Seele. Warum Gartenliebe und der Aufenthalt im Freien jedem gut tut und was es bewirkt.

Gärtnern für die Fitness – Gärtnere dich fit und belohne dich mit einem kleinen Paradies

Egal ob Rasen-Mähen, Unkraut zupfen, Hecken-Schneiden, Gemüse ernten oder neues Pflanzen: Gartenarbeit ist das perfekte Workout. Es beansprucht den gesamten Körper und wird durch die Veränderungen mit den Jahreszeiten nie langweilig. Noch besser: Hinterher bist du nicht bloß kaputt und ausgepowert, du siehst den Erfolg und kannst dich nach getaner Arbeit in einem wohl gepflegten Garten entspannen.

Der meist gehasste Schweinehund hat für das Garten-Workout schlechte Karten. Dass du kein Sport gemacht hast, siehst du nicht nur an der Waage, sondern auch an dem Wildwuchs der sich ziemlich schnell in einem Garten breit macht. Spätestens dann greift doch jeder zu seinen Gartenhandschuhen und macht sich ans Werk. – nicht unbedingt des Sportes wegen, die Unordnung dort draußen ist kaum mit anzusehen. Und das Beste daran: Die Zeit vergeht wie im Flug. 30 Minuten Fitnessstudio werden gerne auch mal hingenommen und am liebsten mit Pausen vertrödelt. Eine kleine Runde gärtnern bedeutet doch eher: Bis der nächste Hunger kommt, dann wird eine Zwangspause eingelegt und weiter geht’s.

Gärtnern für den Geist – Langeweile, Müdigkeit oder Depressionen gibt’s im Garten nicht

Neben dem körperlichen Training ist der Garten für den Kopf eine wahre Wohltat. Nicht immer muss es Gartenarbeit sein, um seinem Körper etwas Gutes zu tun. Gartenerlebnisse fördern nachweislich die Gelassenheit. Bereits nach 20 Minuten Aufenthalt im Freien baut der Körper Stresshormone ab! Bei einem Spaziergang durch den Wald, nahegelegenen Park oder entlang von Wiesen und Feldern hebt sich die Stimmung. Die zusätzliche Bewegung kann Muskelverspannungen lösen, allgemein zur Lockerung beitragen und das Blut wieder in Schwung bringen. Aber auch sitzende Gartenerlebnisse bei denen die Schönheit der Natur genossen oder ihr mit geschlossenen Augen gelauscht wird, hat ähnliche Wirkungen. Hinzu trainieren wir im Garten Geduld. Nichts passiert von jetzt auf gleich. Ein Garten braucht Zeit sich zu entwickeln und ist niemals fertig.

Ärzte empfehlen Burnout-Patienten oder Menschen mit Depressionen Gartenerlebnisse als Therapieform. Natürlich hilft das nur, wenn derweilen Handys oder andere ablenkende Medien zu Hause bleiben.  

Gärtnern für die Seele – Rückzugsorte, die entschleunigen

Die moderne Welt ist ein Wettlauf. Stillstand heißt heutzutage Rückgang. Immer dabei sein, immer erreichbar sein, immer früher, schneller, besser…Das hält keiner lange durch!

Menschen sind Lebewesen mit inneren Bedürfnissen. Oft sind sie gar nicht offensichtlich aber sie sind vorhanden und suchen einen Ort, an dem sie gestillt werden. Ein Schritt aus dem Alltag heraustreten und einen Moment lang nur für sich da sein: Das können viele gar nicht mehr. Auch die Frage nach dem „Wer bin ich?“ plagt insbesondere junge Menschen, die vor wichtigen Entscheidungen in ihrem Leben stehen. Wie sollen sie zu sich und ihren Wünschen finden, wenn sie pausenlos beansprucht werden?

Der Garten ist ein Ort der Ruhe, des In-sich-kehrens, aber auch ein Ort für gemeinsame Aktionen, Feste und Feten. Nach den eigenen Vorstellungen gestaltet, bietet er jedem einem Ort für die Seele.

Ich hoffe Euch hat dieser kleine Exkurs gefallen! Wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin!

TIPP:
Tomaten ausgeizen

Stabtomaten, die eintriebig nach oben gezogen werden, sollten ab jetzt laufend ausgegeizt werden. Das bedeutet, dass alle Triebe, die sich aus den Blattachseln entwickeln ausgebrochen werden. So kann die Pflanzen genügend Kraft in den Haupttrieb stecken und die Früchte optimal versorgen.

Buschtomaten, die buschig wachsen sollen und nicht so groß werden, brauchen natürlich nicht ausgegeizt werden.

____________________________
06.06.2021, Janina Haupt

Ein Gedanke zu „Gärtnern macht gesund

Weitere Artikel zu dem Thema:


Garten im Juli

Sommerpause im Garten? Nein! Jetzt wird es erst so richtig bunt. Das steht jetzt im Ziergarten, im Nutzgarten und bei der Rasenpflege an. Allgemeine Gartenarbeiten im Juli sowie alle Mondkalendertage.


Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Kommentare werden vor der Veröffentlichung erst noch manuell freigegeben.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

52  −    =  47

Verwaltung aktiver Kommentarbenachrichtigungen.