Drei Gehölze für den Winter

Drei Gehölze für den Winter! Ohne viel Gedöns, schlicht, edel und perfekt für pflegeleichte Gärten: Hydrangea, Juniperus und Viburnum

Du bist auf der Suche nach einem Lichtblick für deinen Garten im Winter? Hier sind drei Gehölze für den Winter, die auf voller Länge überzeugen. Es gibt mehr Winterblüher als du denkst! Aber es müssen nicht immer Blüten sein die begeistern.

In der Pflanzenverwendung ist es eine Kunst im Sommer ein oder zwei Plätze im Beet frei zu halten, um dort Gehölze für den Winter einzuplanen. Wir schöpfen eben doch gerne aus dem Vollen und denken dabei wenig an den Winter. Besonders im Winter blühende Gehölze spielen aber eine übergeordnete Rolle wenn wir an trüben Januartagen verzweifelt aus dem Fenster sehen und uns die ersten Frühjahrsblüher ersehnen. Denn noch bevor das erste Schneeglöckchen seine Blüten aus dem Boden reckt leuchten Viburnum (Schneeball), Hamamelis (Zaubernuss) und Chimonanthus (Winterblüte) in wunderschönen Farben!

Aber besonders die nicht im Winter blühenden Gehölze prägen das Bild eines Gartens im Winter. Immergrüne oder vertrocknete Samenstände zeugen meist von tristen und trüben Tagen. Nicht so die Kombination aus Hydrangea (Hortensie), Juniperus (Wacholder) und Viburnum (Schneeball).

Drei Gehölze für den Winter

Die Hortensie (Hydrangea) ist ein relativ beliebtes Gehölz. Mit ihren riesigen Blütenbällen stiehlt sie im Sommer jedem die Show. Verschiedene Züchtungen haben Blütengrößen von bis zu 35cm hervorgebracht. Das ist unheimlich groß! Aber auch die klassische Bauernhortensie trägt im Sommer ein auffälliges Blütenkleid. Besonders toll bei Hortensien: Die Blütenstände sind relativ robust und bleiben den gesamten Herbst und Winter über an den Pflanzen erhalten. Selbst die hellen, braunen, trockenen, alten Blütenstände sind im Winter attraktive Charakteristika und prägen diese Pflanzenkombination stark.
Der Wacholder (Juniperus) bildet einen hervorragenden Kontrast zu den hellbraunen Blütenständen der Hortensie. Sein immergrünes, wunderschönes Nadelkleid ist ganzjährig ein Blickfang und beruhigt so manch eine überladene Gartenecke. Auch die Gattung Juniperus ist so arten- und sortenreich, dass die Auswahl von bodendeckenden Kriechwacholdern bis hin zu säulenförmig aufrecht-wachsenden Arten reicht.
Der Viburnum (Schneeball) ist ein Winterblüher unter diesen drei. Relativ unspektakulär im Jahresverlauf spart er sich alle seine Kräfte bis in den Dezember hinein auf und überrascht von dort an mit weißen bis rosafarbenen, je nach Sorte, auch herrlich duftenden Blüten. Seine Erscheinung harmoniert ideal neben der Hortensie und dem Wacholder und überbrückt die langen Januarwochen mit unermüdlicher Blühfreude.

Aspektreichtum der drei Gehölze

Diese drei Gehölze für den Winter sind nicht nur etwas für diese kalte und dunkle Jahreszeit, sondern bieten in verschiedensten Bereichen weitere spannende Aspekte:
In Zeiten des unaufhaltsamen Wandels, zunehmender Trockenheit und Hitze ist der Juniperus ein Gewinner. Neben vielen Nadelgehölzen, die bei anhaltender Trockenheit über lang oder kurz vertrocknen, blüht der Wacholder erst so richtig auf. Wacholder verträgt Hitze und Trockenheit problemlos und gehört damit zu den Klimagewinnern.
Die Hortensie hingegen ist weniger begeistert von Trockenheit und verlangt bei ausbleibenden Regenfällen schon den einen oder anderen Liter Wasser. Dafür ist sie aber eine reichhaltige Futterquelle für Bienen. Mit ihrem Blütenreichtum und der überaus langen Blütezeit stellt sie ein attraktives Buffet für Bienen bereit. Insbesondere in den späteren Monaten, wenn viele andere Gehölze bereits ausgeblüht sind, sind die Blüten der Hortensie wichtige Nahrungsquellen.
Der Viburnum, zumindest der bei mir wachsende Viburnum bodnantense ‚Charles Lamont‘, ist zwar für die Tierwelt attraktiv, aber eben auch besonders für uns. Abgesehen von seiner unüblichen Blütezeit (Januar bis April) berührt sein süßer betörender Duft nach Frühling noch jedes sehnsüchtige Gartenherz.

Pflanzenkombination im Jahresverlauf

Besonders gelungene Zusammenstellungen von Pflanzen halten nicht nur in einer Jahreszeit verschiedene Aspekte bereit, sondern bieten mindestens in zwei, wenn nicht sogar über drei Jahreszeiten hinweg verschiedene (oder gleiche) spannende Aspekte.
Schau doch mal: Zu welchen Jahreszeiten findest du diese Pflanzenkombination attraktiv?

Blumige Grüße!

____________________________
22.01.2023, Janina Haupt

Weitere Artikel zu dem Thema:



Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Kommentare werden vor der Veröffentlichung erst noch manuell freigegeben.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwaltung aktiver Kommentarbenachrichtigungen.