Cornus mas

Februrarblüten im Übermaß!?
Dieses Gehölz schenkt uns zum Winterende eine reiche Blüte und leutet den Frühling ein.

Was leuchtet denn dort hinten so kräftig gelb? Nein, Forsythien sehen anders aus…
Viel zu unbekannt ist die im Februar blühende Kornelkirsche (Cornus mas), dabei blüht sie ebenso leuchtstark aber schon deutlich vor der viel bekannteren Forsythie.
Cornus mas – DIE Alternative zu den typischen und mittlerweile überdrüssig gewordenen Frühlingsgehölzen.

Cornus mas: Aspektvielfalt im ganzen Jahr

Die Kornelkirsche überzeugt mit seiner frühen und üppigen Blüte auf ganzer Länge. Kleine gelbe Kunstwerke zieren zu Tausenden die blattlosen Äste. Aus der Ferne leuchtet das Gehölz ab Februar deutlich und verspricht uns den Beginn des Frühlings. Die Blüten sind besonders aus der Nähe interessant. Die Details der doppeldoldigen Blüte sind unübertroffen faszinierend und ähneln beim raschen vorbeischauen denen der Linden.
Im Sommer steht das Gehölz im saftigen Grün des Laubs, das sich zum Herbst hin gelb bis orange-rot färbt. Im Herbst reifen außerdem die essbaren leuchtend roten Früchte aus. Für die meisten schmecken sie recht herb und äußerst säuerlich. Dennoch sind sie roh für den Verzehr geeignet.
Im Winter punktet der Cornus mit einer attraktiven Wuchsform.

Nektarquelle für Insekten

Bienen, Hummeln und Co. machen anders als die meisten meinen keinen Winterschlaf. Sie ziehen sich zwar in ihren Stock zurück, erzeugen aber mit ständiger Bewegung durch Essen und Muskelbewegungen Wärme, die ihr Überleben im Winter sichert. Diese sogenannte Futtertraube bilden sie bis etwa Februar, danach schwirren sie wieder los, auf der ständigen Suche nach Nahrung.
Ab Februar sind Nektarquellen für die Insekten leider recht rar. Die wenigen die es gibt sind daher überlebensnotwendig.
Der Cornus mas ist eines der ersten Gehölze, das diese Phase an dürftigem Nahrungsangebot überbrückt. Er ist eine der wertvollsten Nahrungsquellen für Insekten im Februar!

Eine Unterpflanzung für Cornus mas

Die Kornelkirsche wird in verschiedensten Zuchtformen angeboten: Als Strauch, Solitär, Hochstamm, Heckenelement oder als Kugelform auf einem Stamm. In jedem Fall eignet sich die Unterpflanzung des insektenfreundlichen Ziergehölzes. Bei einem Strauch oder Solitär, die schon recht weit in Bodennähe Seitenäste ausbilden, kann meist nur eine recht niedrige Unterpflanzung Platz finden. Hier kann ich dir vor allem Frühblüher empfehlen. Wenn diese Blühen hat der Cornus noch keine Blätter und die Frühblüher kommen umso besser zur Geltung. Typische Geophyten wie Krokusse, Winterlinge oder frühe Narzissen lieben diesen Platz im Schutz des Gehölz, aber auch Primeln betonen den frühen Farbaspekt der Cornus-Blüte ganz fabelhaft.
Sommerpflanzen und Stauden lassen sich dagegen viel besser unter Hochstämme oder Kugelgehölze pflanzen.

Typische Cornusblüte

Die Blüte vom Cornus mas sieht ganz anders aus, als man typischerweise die Blüte eines Cornus im Sinn hat. Cornus nuttallii dagegen zeigt im Sommer den üblichen Anblick des Hartriegels. Die hübschen weißen „Blüten“ sind allerdings nur Hochblätter. Die tatsächliche botanisch korrekte Blüte besteht nur aus den kleinen, meist gelben zusammengesetzten Dolden.

Blumige Grüße!

TIPP:
Im März beginnt die Rasenpflege!
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06.03.2022, Janina Haupt

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