Buchenhecke

Hallo ihr Lieben,

bevor die ersten Bodenfröste kommen ist es jetzt noch möglich Hecken zu pflanzen. Bis im Frühjahr der Neuaustrieb beginnt, haben die Pflanzen jetzt noch genügend Zeit anzuwachsen und ausreichend Kraft zu sammeln.

Buchen sind sehr beliebte Heckenpflanzen, sie wachsen vergleichsweise rasch, benötigen kaum Pflege und sind im Grunde für jeden Standort geeignet. Zwar sind diese Pflanzen nicht immergrün, aber sie behalten ihr Herbstlaub bis ins Frühjahr hinein, sodass das ganze Jahr über ein Sichtschutz gewährleistet ist.

Buchenhecken benötigen kaum Pflege, jedoch sollten insbesondere junge Pflanzen bei anhaltender Trockenheit ab und an gewässert werden. Beachtet aber auch, dass die Pflanzen keine Staunässe vertragen.
Wenn ihr eine Buchenhecke anlegt, achtet darauf, dass ihr schwere Böden mit Sand aufbereitet. (Wie ihr die Bodenart erkennt, könnt ihr in diesem Eintrag nachlesen.)
Gedüngt werden müssen ebenfalls nur die jungen Pflanzen, aber da auch nur sehr sparsam. Ältere Pflanzen versorgen sich selber mit Nährstoffen. Um sie dabei zu unterstützen könnt ihr das herabgefallene Laub der Pflanzen einfach liegen lassen. Es zersetzt sich mit der Zeit und ist ein wertvoller Nährstofflieferant. Das Laub versorgt auch andere Pflanzen mit guten Nährstoffen. Laub von Rasenflächen könnt ihr also einfach in die anderen Beete verteilen.
Damit eine typische Heckenform entsteht und die Pflanzen einen dichten Sichtschutz bilden, sollten die Pflanzen zwei Mal im Jahr geschnitten werden. Einmal im Frühjahr vor dem Neuaustrieb und ein weiterer Rückschnitt im Sommer, etwa Ende Juni. Denkt dabei dann aber an Vogelschutzgesetz! (Nachzulesen in diesem Tipp.)
Buchen sind bis -30°C frostfest, ein Frostschutz ist daher nur bei frisch gepflanzten Jungpflanzen ratsam. Eine Mulchdecke sorgt neben dem Frostschutz dafür, dass der Boden im Winter nicht austrocknet, denn auch im Winter benötigen die Pflanzen Wasser.

Zum Anlegen einer Buchenhecke könnt ihr wie folgt vorgehen:

  1. Pflanzfläche vorbereiten: Das Substrat sollte unkrautfrei sein und gut aufgelockert werden.
  2. Messt die Länge der gewünschten Hecke und rechnet mit 3-4 Pflanzen je Meter.
  3. Markiert die Position der Pflanzen. (Bei kleineren Pflanzen könnt ihr sie auch an die entsprechende Stelle legen.)
  4. Hebt ein Pflanzloch aus in das der Wurzelballen gut hineinpasst. Setzt die Pflanze hinein und verfüllt das Loch mit dem Substrat aus dem nächsten Loch.
  5. Mischt bei Punkt 4. das Substrat beispielsweise mit Hornspänen.
  6. Geht so vor, bis die ganze Hecke oder ein Teilbereich gepflanzt ist und schlemmt die Pflanzen gut ein, damit die Wurzeln guten Bodenkontakt haben. (Ordentlich wässern!)
  7. Zum Abschluss sollten die Pflanzen noch ein wenig in Form geschnitten werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen fleißigen Lesern bedanken. Ich hatte ein tolles Jahr und möchte, wie zur letzten Adventszeit, Euch mit einer kleinen Spezial-Reihe belohnen. Freut Euch auf Einträge passend zur Adventszeit an jedem Adventssonntag.

TIPP:

Blütenstände stehen lassen

Viele Pflanzen haben einen tollen Winteraspekt. Legt sich der Frost auf die alten Fruchtstände gibt es herrliche Winterbilder. Zwar sind die Beete nicht mehr so farbenfroh, jedoch wurde von einer Studierendengruppe erforscht, dass gefüllte Beete mit verschiedenen verblühten Pflanzen allgemein als schöner empfunden werden, als komplett abgeräumte Beete. Probiert es doch mal aus und lasst die alten Blütenstände stehen (bis zum Frühjahr).

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24.11.2019, Janina Wagner

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