Aloe vera

Hallo ihr Lieben,

es gibt viele Pflanzen denen heilende Wirkungen nachgesagt werden. Ich muss gestehen, dass ich dem eher skeptisch entgehen schaue und nicht unbedingt gleich alles glaube. Es gibt aber eine Pflanze, bei der ich selber eine erstaunliche Wirkung festgestellt habe: Die echte Aloe (Aloe vera (L.)).
Auch sie soll gegen diverse Beschwerden helfen. Beispielsweise bei Verstopfungen, Hauterkrankungen, Verbrennungen oder Sonnenbrand. Klickt man sich eine Weile durch das Internet findet man noch viel mehr Anwendungsbereiche, bei denen die Aloe als Allheilmittel dargestellt wird. Aber es weiß ja sicherlich jeder, dass man sehr viel lesen kann, wenn der Tag lang ist.
Als kleines Wundermittel möchte ich sie an dieser Stelle jedoch auch darstellen, zumindest was ihre Wirkung auf das Haarwachstum angeht.
Mehrmals die Woche das Gel der Aloe auf die Kopfhaut einmassiert und es wachsen bereits nach einigen Wochen kleine neue Haare in den Geheimratsecken. Nach einer weiteren kurzen Weile sprießt es auf dem ganzen Kopf neue kleine Babyhaare.

Falls ihr Euch ebenfalls eine Aloe anschaffen möchtet, werdet ihr sicherlich über die Namen der Pflanze stolpern. Die Bezeichnung Aloe vera L. stammt aus dem Jahr 1753 von dem Naturwissenschaftler Carl von Linné (L.). 1768 hat der Taxonom Miller (M.) eben diese Pflanze umbenannt in Aloe barbadensis (M.).
Aloe vera (L.) und Aloe barbadensis (M.) sind demzufolge gebräuchliche Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze. Botanisch korrekt ist jedoch nur die Bezeichnung Aloe vera (L.).
Sie stammt aus tropischen Regionen und sollte daher auch auf der Wohnzimmerfensterbank ähnlichen klimatischen Bedingungen ausgesetzt werden. Wichtig sind ein besonders heller und sonniger Standort, ein mineralischer Boden, der eher humusarm, nährstoffreich und gut wasserdurchlässig ist. Es sind nur nur seltene Wassergaben notwendig. Idealerweise wird sie im Sommer nach draußen in die volle Sonne gestellt.
Vermehrt werden kann die Aloe über Kindel und Wurzelausläufer. Ab einer Größe von etwa 5 cm können die kleinen Pflänzchen von der Mutterpflanze abgetrennt und separat eingepflanzt werden.

Ein Hinweis, da die Temperaturen aktuell wieder rasch sinken und besonders nachts teilweise unter 5°C fallen. Die Aloe verträgt derartige Kälte nicht. Die Überwinterung gelingt am ehesten bei etwa 15°C an einem hellen Ort. Auch in dieser Zeit benötigt sie nur sehr sparsame Wassergaben, aber keine Düngergaben. Es schadet nicht, wenn sie weiterhin im warmen Wohnraum steht. Allerdings hat sie dann keine Winterruhe und bildet im Frühjahr keine Blüte aus.

Bis zum nächsten Mal.

P.S.: Schaut gerne noch einmal in den Pfeffer-Eintrag rein. Dort gibt es eine neue Bildergalerie mit Pfeffersorten aus aller Welt. Das lohnt sich!

TIPP:
Winter- oder Frostfest vs. Winterhart
Als winter- oder frostfest werden Pflanzen bezeichnet, die unter gewissen Voraussetzungen bestimmte Minustemperaturen aushalten. Teilweise halten sie leichte Minusgrade über einen kurzen Zeitraum hinweg aus, oder wenn sie nicht mit Wasser in Berührung kommen. Es ist eine sehr ungenaue Umschreibung dafür, dass eine Pflanze durchaus mal Minustemperaturen überlebt.

Winterhart hingegen ist an die Winterhärtezonen gekoppelt und umschreibt Minusgrade, die die Pflanzen auch über einen längeren Zeitraum hinweg überstehen.

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04.10.2020, Janina Haupt

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